Digitales Erinnern und Open Knowledge

Was haben Erinnerinnerungsprojekte mit JSON API’s zu tun?

Ausgehend von den eigenen Erfahrungen mit einem Onlineprojekt zu den NS Bücherverbrennungen von 1933 betrachten wir verschiedene Projekte die versuchen einen Digitalen Zugang zu unterschiedlichen Historischen Ereignissen zu ermöglichen. Wir versuchen einen Einblick in aktuelle Debatten zum Thema “Erinnerung und Neue Medien” zu geben. Außerdem wollen wir einen Überblick geben welche Techniken und Lösungen zur Zeit im Einsatz sind.

Wir zeigen auf, wo unserer Meinung nach Verbesserungsmöglichkeiten sind und stelle die Frage ob Open Knowledge im Bereich Erinnerungsarbeit ein Thema ist.

In den letzten Jahrzehnten hat sich einiges bewegt beim Erinnern in den “Neuen” Medien. Diverse Mapping Projekte, Twitteraccounts verschiedener Ausrichtungen. Dokumentationsarchive etc sind entstanden. Unterschiedliche Konzepte stehen dahinter und unterschiedliche Umsetzung sind zu sehen. Gedenkstätten, NGO’s und andere Initiativen experimentieren mit den Möglichkeiten die das Internet bietet. Manche von ihnen Mutig und andere eher Konservative. Von Android-Apps als reiner Informationskanal bis hin zu interaktiven partizipativen Läsungen ist vieles dabei. Wir geben einen kleinen Überblick über bestehende Projekte und dahinterstehende Technische Lösungen.

Aber was hat das alles mit Open Knowledge zu tun? Momentan leider nicht viel. Viele Projekte nutzen Googlemaps und Proprietäre Software und die Inhalte sind hinter komplizierten Registrierungen Verborgenen.

Wir finden das Wissen um Historische Ereignisse und Entwicklungen wichtig um gesellschaftliche Entwicklungen und Veränderung betrachten und auch verhindern zu können. Auch in der Forschung ist eine Transparenz der Daten um unterschiedliche Interpretationsweisen aufdecken zu können. Offene Daten ermöglichen Neue Ansätze in der Vermittlung von Historischen Zusammenhängen.

Wir wollen beleuchten Welche Bedeutung Open Knowledge im Bereich des Digitalen Erinnerns haben kann. Was können wir tun um die Inhalte frei zugänglich zu machen.

Einige Beispiele für Projekte die auf Freier Software aufbauen und ihre Inhalte über API’s zur Verfügung stellen wollen wir euch nicht vor enthalten. Zu guter letzt ist der Vortrag ein Aufruf uns mit unseren Ideen und Vorstellen von Open Knowledge und Open Source in die Erinnerungspolitik einzumischen.