Verbrannte Orte auf der Buchmesse in Leipzig

Es haben sicherlich viele von euch schon gehört:
Wir fahren zur Leipziger Buchmesse! Die Messe hat uns eingeladen Verbrannte Orte dort mit einem Stand und 2 Veranstaltungen im Rahmenprogramm zu präsentieren.
Für uns ist das eine Riesen Chance und wir arbeiten fieberhaft daran, das Beste daraus zu machen.
Ihr findet uns auf der Messe vom 15.-18.3. in Halle 3 am Stand D210.
Unsere erste Veranstaltung findet am 17.03.2018 von 17:00 – 17:30 im Forum Sachbuch Halle 5, Stand C200 statt.
Unsere zweite Veranstaltung findet am 18.03.2018 von 16:00 – 16:30 im Forum Sachbuch Halle 3, Stand E201 statt.

Neben den Veranstaltungen wollen wir natürlich unseren Stand optimal nutzen. Hierzu haben wir uns folgendes Standkonzept überlegt. Der Platz wird geteilt. Auf der einen Seite steht ein Bücherregal mit Literatur zu den Themen Nationalsozialismus, Bücherverbrennungen und Exilliteratur. Einige Schätze werden wir dabei haben. Ein gemütlicher Sessel zum verweilen und stöbern steht bereit. Die andere Seite wird ganz der Präsentation des Onlineatlas gewidmet. Neben Großen Drucken einiger Fotos und Panoramen steht ein Rechner bereit, um den Atlas zu erkunden.

Außerdem haben wir von 12 Motiven jeweils 1000 Postkarten gedruckt. Die auf der Messe verteilt und mitgenommen werden können.

So eine Messe ist viel Arbeit. Wir hatten keine Vorstellung davon. Seit Anfang Januar sitze ich fast täglich an Vorbereitungen und nur durch die Hilfe von vielen Anderen ist es überhaupt möglich dieses Projekt zu realisieren. Neben Standplanung, Layout, Bau und vielem Mehr ist natürlich das Geld ein großes Thema. Trotz des Sponsoring der Buchmesse brauchen wir knapp 1600€. Das setzt sich zusammen aus Materialkosten für den Messestandbau (ca. 400€), Werbematerial (ca. 700€), Fahrtkosten (ca. 200€) und Material um den Stand auszustatten(ca. 300€).

Einen Teil haben wir über einen Antrag bei der Sparkasse akquiriert(500€). Der Rest muss aus Spenden zusammenkommen. Unterstützt uns auf Betterplace.org
www.betterplace.org/p59750

Wir freuen uns auf die Messe und hoffen auf viele spannende Kontakte und Gespräche. Hoffentlich treffen wir auch einige von euch!

Alles Gute

Jan Schenck von Verbrannte Orte

Newsletter: Bericht vom Januar

Newsletter: Verbrannte Orte fährt zur Buchmesse!

Der Januar war ereignisreich für uns. In diesem Bericht wollen wir euch auf dem laufenden halten was so passiert ist.

Leipziger Buchmesse:
Das wichtigste zuerst: Wir fahren zur Leipziger Buchmesse! Die Messe hat uns eingeladen Verbrannte Orte dort mit einem Stand und 2 Veranstaltungen im Rahmenprogramm zu präsentieren.
Für uns ist das eine Riesen Chance und wir arbeiten fieberhaft daran, das Beste daraus zu machen.
Ihr findet uns auf der Messe vom 15.-18.3. in Halle 3 am Stand D210.
Unsere erste Veranstaltung findet am 17.03.2018 von 17:00 – 17:30 im Forum Sachbuch Halle 5, Stand C200 statt.
Unsere zweite Veranstaltung findet am 18.03.2018 von 16:00 – 16:30 im Forum Sachbuch Halle 3, Stand E201 statt.
Wir freuen uns, wenn diejenigen die auf der Buchmesse sind, bei uns vorbei gucken.
Natürlich kostet so eine Aktion viel Geld. Wir sind auf eure Hilfe angewiesen. Hier könnt ihr euch an der Realisierung dieser Chance beteiligen:
www.betterplace.org/p59750

Hamburg
Vom 15.1.-17.1. war ich in Hamburg fotografieren. Hier nur soviel, es hat viel Spaß gemacht und ich war wieder überrascht die Orte der Verbrennungen zu sehen. Einen ausführlichen Bericht findet ihr hier: http://blog.verbrannte-orte.de/2018/01/17/ein-bericht-aus-hamburg/
Wenn ihr euch an den Kosten für die Hamburgreise beteiligen wollt, dann könnt ihr das hier tun:
www.betterplace.org/p59750

Projektförderungen:
Viel Zeit hat im Januar das schreiben von Projektanträgen eingenommen. Zwei Anträge sind fertig und bei der Rosa Luxemburg und der Amadeu Antonio Stiftung eingereicht. Zwei weitere Anträge sind fast fertig und der Kontakt zu den Stiftungen ist hergestellt. Wir hoffen natürlich das die Anträge bewilligt werden und wir dann Schleswig-Holstein und Niedersachsen dem Onlineatlas hinzufügen können.

Das war unser Bericht vom Januar. Wie immer freuen wir uns über Hinweise, Feedback und Weiterleitung.
Alles Gute
Jan Schenck für Verbrannte Orte

Ein Bericht aus Hamburg

Ich war die letzten Tage in Hamburg unterwegs, um für Verbrannte Orte zu fotografieren.
Um euch auf dem laufenden zu halten kommt hier ein kleiner Bericht mit der ein oder anderen Zusatzinformationen.

Montag 15.1.
Am Montag habe ich morgens ein bisschen Organisatorisches erledigt. Einige Mails beantwortet, Kontakten in Hamburg geschrieben und mit der Leipziger Buchmesse telefoniert um Details zum Stand auf der Messe zu klären. Die Buchmesse ist für uns wirklich eine große Gelegenheit unser Projekt dort zu präsentieren und bekannter zu machen, bedeutet aber auch viel Arbeit. Nichtsdestotrotz, wir freuen uns sehr wir diese Möglichkeit haben.
Gegen Mittag bin ich zum Kaiser-Friedrich-Ufer in Hamburg-Eimsbüttel gefahren. Auf dem Weg ein kurzer Stop beim Fotofachgeschäft IPS dort in der Nähe um eine größere Speicherkarte zu kaufen und dann stand ich dort wo für mich mit dem Projekt alles begann. Am 7. Mai 2010 habe ich dort die ersten Großformataufnahmen gemacht, im Rahmen des Projekts “Ein Tag in Deutschland” der Fotografenvereinigung Freelens. Die Idee das Projekt als Onlineatlas umzusetzen und mit den Panoramen zu arbeiten, kam erst 2 Jahr später. Am Montag also folgt nun das Panorama. Die Schulpausen und viele Spaziergänger, machen es etwas schwieriger die richtigen Momente zu finden, aber nach ca. 1,5 Stunden habe ich 2 Motive als Panorama im Kasten. Am Kaiser-Friedrich-Ufer fand die Bücherverbrennung am 15. Mai 1933 im Rahmen der “Aktion wider den undeutschen Geist” statt. Dort gibt es ein Denkmal zur Erinnerung und jedes Jahr findet dort am 15. Mai eine Gedenkveranstaltung statt.
http://www.lese-zeichen-hamburg.de/
Direkt am Kaiser-Friedrich-Ufer befinden sich ein Gymnasium wo ich kurze Zeit zur Schule gegangen bin. Auch das ist für mich eine Verbindung zum Ort. Damals war mir die Geschichte unbekannt.
http://verbrannte-orte.de/hamburg-kaiser-friedrich-ufer
Weiter geht es zum Else-Rauch-Platz. Dort ist es leider zu viel Betrieb, so dass ich mich zum Aufwärmen in ein Cafe setze und beschließe die Fotos auf Mittwoch zu verschieben.

Dienstag 16.1.
Bergedorf und Lohbrügge stehen für heute auf dem Programm. Mein Vater begleitet mich und ich freue mich, dass ich gefahren werde und natürlich über die Begleitung.
Als erstes geht es nach Bergedorf. Dort befindet sich auch heute noch ein Sportplatz, genau wie vor 85 Jahren. Ich mache 2 Panoramen und 2 Großformataufnahmen. Nach einem kurzen Gespräch mit einem Vereinsangehörigem des Sportplatzes finden wir auch die Gedenktafel welche 2010 dort angebracht wurde. Die Bergedorfer Bücherverbrennung fand im Rahmen des “Tag der Jugend” am 24. Juni 1933 statt. Ein Fackelzug mit 3000 Menschen lief zum Sportplatz am Schulenbrooksweg. Dort wurde ein Scheiterhaufen mit 414 Büchern entzündet und die Werke vieler verfolgter Autor_innen den Flammen preis gegeben.
http://verbrannte-orte.de/hamburg-bergedorf

Von Bergedorf fahren wir weiter nach Lohbrügge. Dort fand auch am 24. Juni eine Bücherverbrennung statt. Auch hier ging es mit einem Fackelzug in die Boberger DÜnen. Der genaue Ort ist nicht bekannt, so entscheide ich mich in die Große Düne zu gehen und dort das Panorama zu machen. Im Hintergrund der Segelflugplatz welcher sich heute direkt neben der Düne befindet. Einige Spaziergängerinnen sind mit ihren Hunden unterwegs ansonsten ist es ruhig. Für mich ein besondere Ort, weil ich mir ausmalen kann wie damals diese Verbrennung statt gefunden hat. Gespenstisch!
Hier mache ich nur 1 Panorama weil ich mir sehr sicher mit dem Standort bin. Noch 3 Motive mit der Großformatkamera und dann geht es zum Auto zurück. Durchgefroren machen wir uns auf dem Weg nach Hause. Als wir im Auto sitzen fängt es an zu regnen. Glück gehabt.
http://verbrannte-orte.de/hamburg-lohbruegge

Mittwoch 17.1.
Beim Frühstück fängt es an zu schneien und so mache ich mir erst Mal etwas Gedanken zum Stand auf der Buchmesse. Vieles muss dafür geklärt und organisiert werden.
Gegen halb 11 lichtet sich das Wetter und wir fahren los. Auch heute ist mein Vater dabei. Am Else-Rauch-Platz angekommen ist gerade Schulpause und einige Jugendliche sind auf dem Platz. Als diese weg sind, mache ich das Panorama. Auch hier mache ich nur eins, da für mich der Standort klar ist. 2 Motive für die Großformataufnahmen fallen mir sofort ins Auge und so sind wir nach ca. 1 Stunde fertig. Direkt am Platz befindet sich ein kleines Cafe wo wir noch ein Kaffee trinken. Als wir uns mit dem Wirt unterhalten und ihm vom Projekt erzählen, klärt er uns auf wer Else Rauch war. Sie war Lehrerin an der Schule direkt am Platz und wurde von den Nationalsozialisten ins KZ deportiert, wo sie am 10.Mai 1942 ermordet wurde.
https://de.wikipedia.org/wiki/Else_Rauch

Sicherlich ist euch aufgefallen das ein Ort nach den 3 Tagen fehlt. An der Stelle wo früher das Lübecker Torfeld war, habe ich schon 2010 Großformataufnahmen gemacht. Heute befindet sich dort eine riesige Kreuzung mit viel Verkehr und deswegen habe ich beschlossen dort im Frühjahr nochmal hinzufahren um möglichst früh am Tag ein Panorama mit weniger Verkehr zu machen.

Auf Betterplace könnt ihr für das Projekt spenden und euch so an den Kosten für die Fotoreise in Hamburg zu beteiligen.
https://www.betterplace.org/de/projects/59750-verbrannte-orte-onlineatlas-nationalsozialistischer-bucherverbrennungen

Newsletter: Pläne für 2018

Liebe SpenderInnen und Interessierte des Projekts „Verbrannte Orte“,
Mit diesem Newsletter wollen wir Euch/Sie über die Planungen für das Jahr 2018 informieren.

In den letzten zwei Jahren war es ruhig um das Projekt „Verbrannte Orte“. Das lag zum Einen an fehlenden Kapazitäten der Projektverantwortlichen, zum Anderen an fehlender finanzieller Substanz um die Arbeit weiter entwickeln zu können.

Die Entscheidung, für die Überführung in die Trägerschaft des Kommunikationszentrums Meuchefitz e.V., hat sich bestätigt. Dadurch konnte gewährleistet werden, dass das Projekt weiter betrieben werden kann und das zu mindestens die Grundkosten abgedeckt sind.

Im Jahr 2018 jähren sich die Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten zum 85. Mal. Dieses wollen wir zum Anlass nehmen, dem Projekt „Verbrannte Orte“ wieder mit neuem Schwung weiter zu entwickeln. Im Folgenden wollen wir Euch/Sie darüber informieren, was wir für das Jahr 2018 geplant haben.
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Das Beispiel Schleswig-Holstein.

Ich sitze gerade an den Vorbereitungen, eine Rundreise durch Schleswig-Holstein zu organisieren, um dort die Orte der Bücherverbrennungen zu fotografieren. Das bedeutet viel Arbeit und viel kleine Schritte. Dieser Artikel soll euch zeigen was  alles zu tun ist, bevor es überhaupt los geht.

  • Kontakte in den Orten sammeln. In jedem Ort den ich besuche, möchte ich gerne eine Infoveranstaltung zum Thema machen. Dies bedeutet für mich, dass ich in allen Orten Institutionen oder Vereine finden muss, die Interesse haben mich einzuladen und diese Veranstaltung zu organisieren. Außerdem sammle ich für den Onlineatlas auch Hintergrundmaterial und Zeitzeugenberichte zu den Bücherverbrennungen. Hierfür treten ich mit Stadtarchiven, Geschichtsvereinen und Gruppen die sich mit dem wach halten der Erinnerungen an die Verbrechen der NS-Zeit beschäftigen in Kontakt.
  • Förderungen beantragen. Bis ein Ort im Onlineatlas mit Hintergrundmaterial, Panorama und Großformatfotos erscheint braucht es viel Arbeit und Geld. Jeder Ort kostest im Durchschnitt ca. 800€. Dies beinhaltet Fahrtkosten, Unterkunft, Filmmaterial, Laborkosten, Betriebskosten für die Server und viele Kleinigkeiten mehr. Und natürlich auch Honorare für Texte, Recherche, Pressearbeit und für das Fotografieren. Reich wird natürlich keiner von uns und viel Arbeit wird ehrenamtlich geleistet.
  • Pressearbeit. Um Öffentlichkeit für das Thema und den Onlineatlas zu schaffen braucht es Pressearbeit. Kontakte zu Medien aufnehmen, Interviews geben und vieles mehr gehört dazu. Natürlich auch dieser Blog und die Sozialen Medien.
  • Planen der Reise. Einen Termin finden, Unterkünfte buchen etc.
  • Und dann geht es los. Im Fall von Schleswig-Holstein heißt das: 8 Tage unterwegs sein, fotografieren, Veranstaltungen machen und viele interessante Menschen kennen lernen.
  • Im Nachgang geht es wieder an den Schreibtisch. Texte schreiben, Bilder bearbeiten und die Internetseite aktualisieren. Bei Förderungen kommt dann auch noch die Abrechnung dazu.

Ihr seht in so einem Projekt steckt viel Arbeit und Energie. Wenn ihr das Projekt unterstützen wollt freuen wir uns über Spenden an:

Kommunikationszentrum Meuchefitz e.V.
IBAN: DE60 2585 0110 0044 0578 42
BIC: NOLADE21UEL
Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg
Verwendungszweck: Verbrannte Orte
Der Trägerverein ist gemeinnützig, weswegen Spenden an uns steuerlich absetzbar sind. Zuwendungsbescheinigungen verschicken wir auf Anfrage.

Außerdem freuen wir uns über Informationen zu Fördermöglichkeiten und natürlich zu den Bücherverbrennungen.

Bücherverbrennungen im März 1933

Im März 1933 kam es in Deutschland zu den ersten Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten. Zu diesem Zeitpunkt waren sie Teil der Einschüchterung der politischen Gegner.

Hier eine chronologische Auflistung der Verbrennungen:

Dresden – Große Meißner Straße
Datum: 07. März 1933
Adresse: Große Meißner Straße
Am 7. März 1933 plünderten SA-Mannschaften die Volksbuchhandlung in der Großen Meißner Straße und verbrannten “ihre Beute“ auf der Straße. Der Buchhändler wurde vermutlich vorher gewarnt und konnte große Teile seines Bestandes in Kohlesäcken versteckt aus dem Laden schmuggeln und so vor der Verbrennung bewahren.
http://verbrannte-orte.de/dresden-grosse-meissner-strasse

Zwickau
Datum: 8. März 1933
Adresse: Bosestrasse 18
Die Stürmung einer Buchhandlung durch die SA war der Anlass für die Zwickauer Bücherverbrennung vom 8. März 1933. Die Buchhandlung befand sich im Gebäude des “Sächsischen Volksblattes”. Neben ihr waren auch die Redaktionsräume, die Bibliothek, das Archiv und die Druckerei von der Plünderung betroffen.
http://verbrannte-orte.de/zwickau

Dresden – Wettiner Platz
Datum: 8. März 1933
Adresse: Wettiner Platz
Am 8. März 1933 plünderten Einheiten der SA das Verlagshaus der sozialdemokratischen Dresdner Volkszeitung und verbrannten “ihre Beute“ auf dem Wettiner Platz.
http://verbrannte-orte.de/dresden-wettiner-platz

Pirna
Datum: 09. März 1933
Adresse: Breite Straße
Plünderung und Verwüstung der Volksbuchhandlung und der Parteibüros der SPD durch die SA mit anschließender Verbrennung.
http://verbrannte-orte.de/pirna

Braunschweig – Ackerhof
Datum: 9. März 1933
Adresse: Ackerhof
Am 9.März besetzten SS-Einheiten das Volksfreundhaus. In diesem Haus, welches von den Arbeitern als “Rotes Schloß” bezeichnet wurde, war seit Jahren das Herz der Braunschweiger Arbeiterbewegung. Die SS verwüstete und plünderte die Büros von SPD und Gewerkschaften und erschoss den Kaufmann Hans Salle. Anschliessend verbrannte sie die „Beute“ auf dem Ackerhof.
http://verbrannte-orte.de/braunschweig-ackerhof

Bochum – Haus des Bergarbeiterverbands
Datum: 10. März und 11. März 1933
Hist. Adresse: vor dem Haus des Bergarbeiterverbandes an der Wiemelhauser Straße
Adresse: Universitätsstraße
Im Zuge des NS – Terrors besetzten und verwüsteten SA-Einheiten das Haus des Berarbeiterverbands in der damaligen Wiemelhauser Str.. Flugblätter, Zeitrschriften, Fahen und Bücher wurden vor dem Haus auf der Straße verbrannt.
http://verbrannte-orte.de/bochum-haus-des-bergarbeiterverbands

Heidelberg – vor dem Gewerkschaftshaus
Datum: 11. März 1933
Hist. Adresse: vor dem Gewerkschaftshaus
Adresse: Rohrbacherstr. 13-15
Nach einer Stürmung des Gewerkschaftshauses verbrannte die SA die erbeuteten Akten und Bücher.
http://verbrannte-orte.de/heidelberg-vor-dem-gewerkschaftshaus

Bochum – Neumarkt
Datum: 12. März 1933
Hist. Adresse: Neumarkt
Adresse: Neustraße
Am 12. März wurde der gesamte Bestand der Buchhandlung des sozialdemokratischen Volksblattes auf dem Neumarkt gesammelt und verbrannt.
http://verbrannte-orte.de/bochum-neumarkt

Berlin Laubenheimer Platz
Datum: 15. März 1933
Hist. Adresse: Laubenheimer Platz
Adresse: Ludwig Barney Platz
Am 15.März wurde die Künstlerkolonie am Laubenheimer Platz von SA und Bereitschaftspolizie durchsucht. Die hierbei erbeuteten Bücher wurden zusammen mit vielen kommunistischen Fahnen verbrannt.
http://verbrannte-orte.de/berlin-laubenheimer-platz

Flensburg – Nordertorplatz
Datum: 20. März 1933
Hist. Adresse: Nordertorplatz
Adresse: Norderstraße 163
Nach einer Besetzung des städtischen Jugendheims verbrannte die HJ die erbeuteten Zeitschriften und Bücher auf dem Nordertorplatz.
http://verbrannte-orte.de/flensburg-nordertorplatz

Kaiserslautern – Schillerplatz
Datum: 25. März 1933
Hist. Adresse: Schillerplatz
Mitglieder der NSDAP verbrannten, nach einer Veranstaltung zum Thema “Deutsche Kultur und Erziehung”, sieben Exemplare von Remarques “Im Westen nichts Neues”.
http://verbrannte-orte.de/kaiserslautern-schillerplatz

Neuer Träger für Verbrannte Orte

Gute Neuigkeiten. Wir haben seit Januar 2015 einen Trägerverein für den Onlineatlas gefunden. Der gemeinnützige Verein “Kommunikationszentrum Meuchefitz e.V.” übernimmt die Trägerschaft für das Projekt. Der Verein ist gemeinnützig, dadurch haben wir jetzt die Möglichkeit Zuwendungsbescheinigungen für Spenden auszustellen. Außerdem haben wir jetzt die Möglichkeit Förderanträge bei Stiftungen oder ähnlichen Institutionen zu stellen.

Und wir haben jetzt ein neues Spendenkonto vom Verein eingerichtet.

Kommunikationszentrum Meuchefitz e.V.
IBAN: DE60 2585 0110 0044 0578 42
BIC: NOLADE21UEL
Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg
Verwendungszweck: Verbrannte Orte

Solltet ihr Spendenbescheinigungen benötigen meldet euch bitte bei uns.

Neue Funktionen und neues Panorama im Onlineatlas

Der Entwickler hat kräftig gewerkelt. Seit letzter Woche sind einige neue Funktionen im Atlas online.

  • Das wichtigste zuerst: Es bietet sich jetzt die Möglichkeit sämtliche Orte und Text zu durchsuchen. In die Suche einbezogen werden die Ortsnamen, Hintergrundtexte, Basistexte und die Kurzbeschreibungen der Orte.
  • Des weiteren gibt es jetzt auch die Möglichkeit direkt auf Inhalte zu verlinken. Bisher gab es diese Permalinks nur für die Orte. Also zum Beispiel: http://verbrannte-orte.de/schwerin um direkt auf Schwerin zu verlinken. Jetzt gibt es zudem folgende Links:
  1. http://verbrannte-orte.de/schwerin?a=doc&page=3 um direkt auf ein bestimmtes Dokument zu verlinken.
  2. http://verbrannte-orte.de/neubrandenburg?a=img&page=3 um direkt auf ein bestimmtes Foto zu verlinken.
  3. http://verbrannte-orte.de/neubrandenburg?a=pan um direkt auf die Panoramen zu verlinken.

Aber auch ich war fleißig und war nach meinem Besuch bei der Opening Konferenz für das neue Crowdfundingmagazin crowdfunding-berlin.com  noch in Brandenburg und hab das Panorama die Großfomataufnahmen fotografiert. Das Panorama könnt ihr seid vorgestern auf http://verbrannte-orte.de/brandenburg-der-havel finden.

Ansonsten trudeln viele Email Anfragen ein die beantwortet werden wollen. Auch einige Presseanfragen waren dabei und sogar eine Zeitzeugin aus Dresden hat sich gemeldet.

 

 

Der Atlas ist Online

Auf http://verbrannte-orte.de findet ihr die Beta-Version des Onlineatlas.

Neun Monate nach dem erfolgreichen Crowdfunding ist der Atlas zu den nationalsozialistischen Bücherverbrennungen online. Als Beta-Version steht er seit heute morgen der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Beta-Version heißt: Er ist noch nicht fertig. Zum Einen sind erst 9 Plätze fotografiert, zum Anderen soll der Atlas unter Beteiligung vieler Unterstützer_innen auch mit historischen Dokumenten und Hintergrundinformationen gefüllt werden. Außerdem heißt Beta-Version, dass noch Fehler enthalten sein können, sowie einige Funktionen noch nicht umgesetzt sind.

Den Orten der Bücherverbrennungen ein fotografisches Gesicht geben, so beschrieb ich in einem Interview das Projekt „Verbrannte Orte“. Ein fotografisches Gesicht haben, mit der heutigen Veröffentlichung, die ersten 7 Orte bekommen: Pirna, Dresden, Neubrandenburg, Neustrelitz, Rostock, Greifswald und Schwerin sind mit Panoramen und Hintergrundinformationen im Onlineatlas vertreten.

Über 80 Plätze fehlen noch und sollen in den kommenden Monaten folgen. Hierfür sind wir auf Unterstützung angewiesen. Zuallererst benötigen wir eure finanzielle Hilfe um die restlichen Orte fotografieren zu können. Aber auch Unterstützung bei den Texten, Informationen zu den einzelnen Orten sowie das zur Verfügung stellen von historischen Dokumenten ist eine wichtige Möglichkeit uns zu helfen.

Achja: Weil der Atlas noch in der Beta-Version ist, aber auch generell, freuen wir uns sehr über Rückmeldungen um die sich eingeschlichenen Fehler zu finden.

Erste Blicke auf den Onlineatlas

Die Beta-Version des Onlineatlas ist fast fertig. Es fehlen noch einige technische Feinheiten und Inhalte, doch bald kann der Onlineatlas freigeschaltet werden. Als kleine Vorschau auf das, was kommt, erläutere ich heute die grundlegenden Funktionen und Ansichten und zeige die ersten Screenshots.

  • Auf der Startseite gibt es einen ersten Überblick über die Orte der Bücherverbrennungen. Sie sind auf einer Karte markiert und es ist farblich gekennzeichnet zu welcher Kategorie sie zählen. Außerdem ist direkt ersichtlich in welchen Städten mehrere Verbrennungen stattgefunden haben.

Erste Seite

  • Durch klicken auf einen der Orte kommt man dann zur nächsten Seite. Hier sieht man im herangezoomten Kartenausschnitt die genaue Lage des Ortes. Außerdem sind auf der rechten Seite alle Daten zu finden, die zu dem Ort hinterlegt sind.

Detailansicht

  • Klickt man auf eine Stadt, in der mehrere Verbrennungen statt gefunden haben, kommt man zur Stadtübersicht. Im Kartenausschnitt sind jetzt die genauen Orte der Verbrennungen markiert. Außerdem findet sich auf der rechten Seite eine Liste mit den verschiedenen Orten. Durch klicken auf die Markierung oder auf die Liste kommt man dann zur Ortsübersicht.

Stadt mit mehren Verbrennungen

  • Grundlegende Information für jeden Ort, der im Atlas eingetragen ist, sind ein kurzer Beschreibungstext, sowie Datum, historische und heutige Adresse.

Detail

  • Für die Orte, an denen ich schon fotografieren war, sind zusätzlich noch Panorama, Fotos und eventuell Hintergrundmaterial vorhanden.

Sidebar

  • Um die Verbreitung des Atlas und die Arbeit der lokalen Initiativen zu unterstützen gibt es den “Social-Bereich” auf der rechten Seite. Hier befindet sich ein Permalink zum Ort, sodass Initiativen direkt auf “ihren” Ort verweisen können. Außerdem lässt sich der Link per Twitter, Facebook und Googleplus teilen. Die Social-Buttons sind so eingebunden, dass erst Daten an die entsprechenden Dienste gesendet werden wenn diese auch benutzt werden. Zusätzlich gibt es noch einen “embed” link um eine kleine Darstellung des Ortes auf die eigene Website einzubinden.

share

  • Hier sind nochmal 3 Screenshots zur Panorama-, Foto- und Hintergrunddarstellung:

foto  panorama

text

Soweit der erste Blick auf den Onlineatlas. Ich hoffe euch gefällt es. Ich freue mich über Feedback und Anregungen per Mail.